{"id":3499,"date":"2016-06-09T07:48:37","date_gmt":"2016-06-09T07:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/mugwortborn.com\/project\/episode-four-hidden-lands\/"},"modified":"2025-11-11T21:42:40","modified_gmt":"2025-11-11T21:42:40","slug":"episode-four-hidden-lands","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/project\/episode-four-hidden-lands\/","title":{"rendered":"Episode 4: Verborgene L\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_post_title _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Eine meiner st\u00e4rksten Kindheitseerinnerungen ist die rauchige K\u00fcche meiner Familie mit dem Lehmherd und einer Plattform unterm Dachsparren, auf der das Feuerholz lagerte. Hier wurde Gem\u00fcse geschnitten, Tee gekocht und unsere Nasenl\u00f6cher wurden schwarz, wenn wir das Feuer mit langsam brennenden Kiefern\u00e4sten f\u00fctterten. Die Zweige wurden auch f\u00fcr die Herstellung von Lampen verwendet. Am wichtigsten jedoch war, dass sich die Familie hier zu den Mahlzeiten versammelte. Nach dem Essen erz\u00e4hlten die Erwachsenen Geschichten und die <em>Gomchen<\/em> erschreckten uns mit ihren Gruselgeschichten \u00fcber Geister und Schatten. Dieselbe Geschichte konnte wieder und wieder erz\u00e4hlt werden, ohne dass der Erz\u00e4hler oder die Zuh\u00f6rer erm\u00fcdeten. Hin und wieder an besonderen Tagen z\u00fcndeten wir eine Kerosinlampe an, deren Mechanismus uns Kinder faszinierte.<\/p>\n<p><div id=\"attachment_146\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-image-146\" src=\"http:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-187x300.jpg\" alt=\"King Ugyen Wangchuk, 1905\" width=\"187\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-187x300.jpg 187w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-768x1233.jpg 768w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-638x1024.jpg 638w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-1080x1734.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><p id=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-caption-text\"><em>K\u00f6nig Ugyen Wangchuk, 1905<\/em><\/p><\/div><div id=\"attachment_147\" style=\"width: 236px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-147\" class=\"wp-image-147\" src=\"http:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/reting.jpeg\" alt=\"Lhasa, Regent Gyeltshap Reting Rinpoche\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/reting.jpeg 602w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/reting-226x300.jpeg 226w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><p id=\"caption-attachment-147\" class=\"wp-caption-text\"><em>Herrscher Gyeltshap Reting Rinpoche <\/em><\/p><\/div><\/p>\n<p>Ich erinnere mich deutlich an die gemeinsamen Mahlzeiten mit meinen Gro\u00dfeltern m\u00fctterlicherseits, Lama Sonam Zangpo und Dendup Palmo. Lama Sonam Zangpo konnte die besten Geschichten erz\u00e4hlen. Er war f\u00fcr sein fotografisches Ged\u00e4chtnis bekannt und er erinnerte sich an alle Geschichten und Sagen. Seine Beschreibungen des Barts des ersten K\u00f6nigs von Bhutan, Sir Ugyen Wangchuk, oder wie gutaussehend und attraktiv der jugendliche Gyeltshap Reting Rinpoche<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\"><span>[i]<\/span><\/a>\u00a0 war, als der 13. Dalai Lama ihn in das Jokhang Kloster geleitete, erweckten seine Geschichten zum Leben.<\/p>\n<p>Mein Gro\u00dfvater war eine Schatzsammlung an M\u00e4rchen. Ich versuche mich noch immer verzweifelt an eine bestimmte Geschichte zu erinnern, die er von einem Hund erz\u00e4hlte, der eine Emanation der Gr\u00fcnen Tara war und einen kleinen Jungen rettete. Ich erinnere mich lebhaft, wie der Hund den Jungen leitete, eine wundersch\u00f6ne Blume im Maul, doch ich habe ein deutliches Gef\u00fchl, dass ich den Rest der Geschichte vermutlich nicht mehr zusammenbringe, bevor ich meinen letzten Atemzug tue.<\/p>\n<p>Beinahe t\u00e4glich h\u00f6rte ich meinen Gro\u00dfvater von einem verborgenen Land murmeln, in dem er einst gelebt hatte und nachdem er sich immer noch sehnte. Seine Sehnsucht nach diesem verborgenen Land war sehr stark: Wenn wir Farn a\u00dfen, war er nicht so gr\u00fcn wie jener an dem verborgenen Ort. Keine Buttermilch war so k\u00f6stlich wie sie es dort gewesen war. Beifu\u00df, der anderswo wuchs, duftete bei weitem nicht so gut wie dort. Ganz besonders wehm\u00fctig machte ihn die Erinnerung an einen Pilz, der dort auf den B\u00e4umen wuchs.<\/p>\n<p>Meine einzige Erinnerung an das verborgene Land ist starkes Sonnenlicht, eine Veranda und vielleicht ein kleiner Gem\u00fcsegarten.<\/p>\n<p>Im tantrischen Buddhismus gibt es unz\u00e4hlige unvorstellbare Methoden, um Weisheit zu entdecken \u2013 zum Beispiel indem man vollkommen verschwindet. Einer meiner eigenen Tutoren verschwand eines Tages und wir sahen ihn nie wieder. Es gibt die Methode, \u00fcberzeugend Wahnsinn vorzut\u00e4uschen und alle gesellschaftlichen Normen aufzugeben. Ein anderer meiner Tutoren w\u00e4hlte diesen Weg. Dann gibt es die Methode Wacholdersamen behutsam zu pfl\u00fccken, ohne die Zweige zu besch\u00e4digen und dann auf jegliche Nahrung und Fl\u00fcssigkeit zu verzichten bis auf die Essenz dieser Samen. Durch das Fasten entledigt man sich der Gewohnheit des Mampfens, Stopfens und Verdauens, legt Weisheit und Energie frei und gleicht <em>Pr\u0101\u1e47a<\/em> und <em>N\u0101\u1e0d\u012bs<\/em> aus. Mein Gro\u00dfvater Lama Sonam Zangpo war bekannt f\u00fcr diese <em>Chulan<\/em> Praxis. Er hatte bemerkenswert ruhige H\u00e4nde. Ich erinnere mich, wie er in seinen sp\u00e4ten 80ern fast damit prahlte, wenn er mit einem Pinsel aus zwei Haaren eine Keimsilbe auf ein Reiskorn malte.<\/p>\n<p>Doch am bekanntesten war mein Gro\u00dfvater f\u00fcr die Praxis in verborgene L\u00e4nder zu gehen. Im Vajrayana herrscht der Glaube, dass es \u00fcberall verborgene Orte gibt. Es k\u00f6nnte sogar einen in der Bronx geben. Ich glaube, die indigenen Schamanen Amerikas wussten auch, wie man zu verborgenen Orten und Kraftpl\u00e4tze gelangte. Ich erinnere mich vage, in einem Buch von einem der Sch\u00fcler von Don Juan etwas namens <em>sitio<\/em> gelesen zu haben.<\/p>\n<p>In ein verborgenes Land zu gehen, ist das ultimative Aufbegehren gegen die samsarische Welt, es ist wie aus der Gesellschaft auszusteigen und sich einer Kommune anzuschlie\u00dfen, jedoch noch viel mehr als das. Guru Rinpoche beschrieb diese verborgenen L\u00e4nder in seinen Unterweisungen. Einige sind erreichbar, andere nicht, leicht ist keines zu finden. Die Erreichbaren k\u00f6nnen ein Verfallsdatum haben. Einige verschieben sich oder wandern oder h\u00f6ren einfach auf, ein verborgenes Land zu sein, ganz gleich, ob jemand jemals seinen Fu\u00df dorthin gesetzt hat. Wem es gelingt, ein verborgenes Land zu erschlie\u00dfen, muss dortbleiben, bis sich sein Zweck erf\u00fcllt hat, was ein paar Tage, einige Jahrzehnte oder einige Generationen lang dauern kann. Man kann seine Angelegenheiten also nicht langfristig planen.<\/p>\n<p>Guru Rinpoche hinterlie\u00df verschl\u00fcsselte F\u00fchrer und Karten zu einigen verborgenen L\u00e4ndern, einschlie\u00dflich der Methoden dorthin zu reisen, wo entlang des Weges eine Rast einzulegen, ob ein Feuer erlaubt ist oder nicht, wie die Zeichen zu lesen sind, ob etwa ein bestimmter Vogelruf einladend ist oder nicht, ob Kupfer oder Blei jenseits der Grenze erlaubt sind, wie das Verhalten der Blutegel zu lesen ist (die wie W\u00e4chter-Dakinis sind), sowie detaillierte Anweisungen, was zu tun ist, sobald man angekommen ist. Er sagte, es sei von unermesslichem Nutzen, in verborgene L\u00e4nder zu reisen. Neben der Weisheit, die man dort erlangt, liegt ein unglaublicher Nutzen darin, nicht mehr l\u00e4nger in der von rationalen Gedanken begrenzten Welt zu weilen. Es braucht einen sehr besonderen Praktizierenden und sehr besondere Umst\u00e4nde, um die Codes zu dechiffrieren und die Anleitungen zur Erschlie\u00dfung des verborgenen Landes zu lesen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind Motivation und Haltung. Ein zu rationaler und kritischer Feigling, der nicht den Wagemut besitzt, alle vertrauten Bezugspunkte hinter sich zu lassen, wird vermutlich niemals ein verborgenes Land finden. Neugier als Motivation reicht bei weitem nicht aus.<\/p>\n<p>Auf dem Weg dorthin wird es viele Pr\u00fcfungen geben. Selbst der beste Praktizierende kann ganz nahekommen und dennoch scheitern. Nach vielen Entbehrungen erblickten einige ein verborgenes Land, doch als sie f\u00fcr einen Moment wegschauten, war es verschwunden. Das hat es gegeben.<\/p>\n<div id=\"attachment_148\" style=\"width: 207px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-148\" class=\"wp-image-148 size-medium\" src=\"http:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Drubwang_Sonam_Zangpo-197x300.jpg\" alt=\"Lama Sonam Zangpo, my maternal grandfather\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Drubwang_Sonam_Zangpo-197x300.jpg 197w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Drubwang_Sonam_Zangpo-671x1024.jpg 671w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Drubwang_Sonam_Zangpo.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><p id=\"caption-attachment-148\" class=\"wp-caption-text\"><em>Lama Sonam Zangpo, mein Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits<\/em><\/p><\/div>\n<p>Mein Gro\u00dfvater hatte die notwendige Motivation, Zielstrebigkeit und St\u00e4rke f\u00fcr einen, der ein verborgenes Land sucht. Im Jahr 1951 begab er sich beherzt auf die Reise, um ein verborgenes Land zu erschlie\u00dfen, durch Eis und St\u00fcrme, Bambus und Schneematsch, entlang von Steilh\u00e4ngen und durch T\u00e4ler, alles mithilfe eines Leitfadens, den Padmasambhava vor \u00fcber 1200 Jahren hinterlassen hatte. In seinem Gefolge waren etwa 100 Menschen, die ihren Haushalt, ihre H\u00e4user, Vieh, H\u00f6fe und einfach alles aufgaben. Im Grunde waren sie die ultimativen Hippies.<\/p>\n<p>Der Ort, den mein Gro\u00dfvater fand, aufschloss und wo er sich niederlie\u00df, hie\u00df Khenpajong, was das Artemisia- oder Beifu\u00df-Tal bedeutet. Er blieb dort ein Jahrzehnt lang. W\u00e4hrend er dort war, machte er einen tibetischen Br\u00e4utigam mit einer ausgepr\u00e4gten Nase und Laune ausfindig und verheiratete ihn mit seiner stillen und meditativen Tochter. Aus dieser Paarung ging ich hervor und wurde in dem verborgenen Land geboren. Die Leute erz\u00e4hlen mir, dass meine Eltern ein Kind vor mir hatten, dass es jedoch bald nach der Geburt starb, weshalb ich vermutlich das einzige in Khenpajong geborene Kind bin, das immer noch umherzieht und einen CO2-Fu\u00dfabdruck hinterl\u00e4sst und zur Zerst\u00f6rung der Welt beitr\u00e4gt. Kurz nach meiner Geburt verlie\u00dfen alle Menschen Khenpajong. Das Artemisia-Tal wurde vollkommen aufgegeben.<\/p>\n<div id=\"attachment_144\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-144\" class=\"wp-image-144 size-full\" src=\"http:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/face.jpg\" alt=\"face\" width=\"640\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/face.jpg 640w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/face-300x224.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><p id=\"caption-attachment-144\" class=\"wp-caption-text\"><em>Bild von Nichols Roerich<\/em><\/p><\/div>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><span>[i]<\/span><\/a> Jamphel Yeshe Gyaltshen (<em>thub bstan &#8218;jam dpal ye shes rgyal mtsan<\/em>) (Dagpo, 1910 &#8211; Lhasan 1947) war ein tibetischer Tulku und der 5. Reting Rinpoche.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_divider _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_divider][et_pb_post_nav _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_nav][et_pb_comments _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_comments][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine meiner st\u00e4rksten Kindheitseerinnerungen ist die rauchige K\u00fcche meiner Familie mit dem Lehmherd und einer Plattform unterm Dachsparren, auf der das Feuerholz lagerte. Hier wurde Gem\u00fcse geschnitten, Tee gekocht und unsere Nasenl\u00f6cher wurden schwarz, wenn wir das Feuer mit langsam brennenden Kiefern\u00e4sten f\u00fctterten. Die Zweige wurden auch f\u00fcr die Herstellung von Lampen verwendet. Am wichtigsten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3500,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"One of my strongest memories is of my family's smoky kitchen with its clay hearth and a platform hung from the rafters holding the firewood. Here, vegetables were chopped, tea was churned, and our nostrils turned black as we fed the fire with slow-burning knots from pine branches. The knots were also used to make lamps. But most importantly, this is where the family gathered for meals. After dinner, the adults told folk stories and the <em>gomchen<\/em> scared us with their tales of ghosts and shadows. The same story could be told a hundred times and neither the teller nor the listener would tire. Occasionally, on special days, we might light a kerosene lamp, whose workings fascinated us kids.\n\n[caption id=\"attachment_146\" align=\"alignleft\" width=\"187\"]<img class=\"wp-image-146\" src=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Ugyen_Wangchuk_1905-187x300.jpg\" alt=\"King Ugyen Wangchuk, 1905\" width=\"187\" height=\"300\"> <em>King Ugyen Wangchuk, 1905<\/em>[\/caption]\n\n[caption id=\"attachment_147\" align=\"alignleft\" width=\"226\"]<img class=\"wp-image-147\" src=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/reting.jpeg\" alt=\"Lhasa, Regent Gyeltshap Reting Rinpoche\" width=\"226\" height=\"300\"> <em>Regent Gyeltshap Reting Rinpoche&nbsp;<\/em>[\/caption]\n\nI have clear memories of sharing meals with my maternal grandparents, Lama Sonam Zangpo and Dendup Palmo. Lama Sonam Zangpo could tell the best tales. He was known for his photographic memory and he remembered all the histories and legends. His descriptions of the beard of the first king of Bhutan, Sir Ugyen Wangchuck, or how handsome and striking the teenaged Gyaltsab Reting Rinpoche<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref\">[1]<\/a> was as the 13th Dalai Lama led him into the Jokhang Monastery, made his stories come alive.\n\nMy Grandfather was like a treasury of fairy tales. I am still desperately trying to remember one particular story he told me about a dog that was an emanation of Green Tara rescuing a small boy. I remember vividly that the dog lead the boy by carrying a beautiful flower in its mouth, but I have a distinct feeling I will not remember the rest of the story perhaps until the moment I breathe in or out my last breath.\n\nAlmost every day, my grandfather would mutter about a hidden land where he had once lived and which he still longed for. He was so nostalgic for this hidden place: If we were eating fern, it wasn't as green as it had been at the hidden place. No buttermilk was as delicious as it had been there. Artemisia found anywhere else was nowhere near as fragrant as it had been there. And he was especially nostalgic about the fungus that had grown on the trees.\n\nMy only memory of that hidden land is of some strong sunlight, a verandah, and maybe a small vegetable garden.\n\nThere are countless unimaginable methods to discover wisdom in Tantric Buddhism \u2014 for example, by vanishing completely. One of my own tutors disappeared one day and we never saw him again. There is a method of convincingly pretending to be crazy and abandoning all social norms. Another one of my tutors took that path. There is a method of delicately extracting juniper seeds without disturbing the branches, and then abstaining from all food and drink except the essence of those seeds; through fasting one lets go of the habits of munching, stuffing, and digesting, and through that, wisdom and energy are uncovered, prana and nadis are balanced. My grandfather Lama Sonam Zangpo was well known for this <em>chulan<\/em> practice; he had the steadiest hands. I remember him in his late 80s almost showing off by painting a seed syllable on a grain of rice using a brush made with two hairs.\n\nBut it is the practice of going into hidden lands that my grandfather was best known for. In the Vajrayana it is believed that there are hidden spots everywhere. There could even be one in the Bronx. I believe the Native American shamans also used to know how to access hidden lands and power spots. I vaguely remember reading about something called <em>sitio<\/em> in a book by one of Don Juan's disciples.\n\nGoing to a hidden land is the ultimate rebellion against the samsaric world, like dropping out of society and joining a commune, but much more than that. Guru Rinpoche described these hidden lands in his teachings. Some are reachable, some not, all are never easy to find. Those that are reachable may have expiration dates. Some shift or migrate or simply stop having the energy of being a hidden land, regardless of whether or not anyone has set foot there. If you manage to unlock a hidden land, you must stay there until its purpose is served, which could be a few days, a few decades, or a few generations. You can't care about your term.\n\nGuru Rinpoche left coded guides and maps to some hidden lands, including which methods to use to travel there, where to camp along the way, whether or not fires are allowed, how to read the signs, such as whether a certain birdcall is welcoming or not, whether copper or lead is allowed across the boundary, how to read the behavior of the leeches (who are like guardian dakinis), and detailed instructions about what to do once you reach there. He said there are immeasurable benefits to traveling to hidden lands. In addition to the wisdom one may access there, there is the amazing benefit of no longer having to abide in a world limited by rational thought. Deciphering the codes and reading the guides to unlock a hidden land takes a very special practitioner and very special conditions. The primary condition is motivation and attitude. If one is too much of a rational and critical coward, if one doesn't have the daringness to leave behind every known reference point, chances are one will never find a hidden land. Curiosity is not motivation enough at all.\n\nThere will be so many ordeals along the way; even the greatest practitioner can get quite close and still fail. And after much hardship, some have finally set eyes on a hidden land, but when glanced away for a moment, it vanished. This has happened.\n\n[caption id=\"attachment_148\" align=\"alignleft\" width=\"197\"]<img class=\"wp-image-148 size-medium\" src=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Drubwang_Sonam_Zangpo-197x300.jpg\" alt=\"Lama Sonam Zangpo, my maternal grandfather\" width=\"197\" height=\"300\"> <em>Lama Sonam Zangpo, my maternal grandfather<\/em>[\/caption]\n\nMy grandfather had all the necessary motivation, one-pointed determination, and strength necessary for a hidden land searcher. In 1951, he bravely decided to take a journey to unlock a hidden land, through ice and storms, through bamboo and slush, along cliffs and through valleys, using the prophecies and a guidebook that was left by Padmasambhava more than 1,200 years ago. About 100 people followed him, abandoning their livelihood, their homes, cattle, farms, everything. Basically they decided to be the ultimate hippies.\n\nThe place that my grandfather found, unlocked, and settled, was called Khenpajong, which means Valley of Artemisia or mugwort, and he stayed there for a decade. While he was there, he managed to find a groom with a distinctive nose and mood from Tibet and brought him to marry his quiet and meditative daughter. As a result of that pairing, I was born in the hidden land. People tell me that one child was born to my parents before me but died soon after, so I am perhaps the only child born in Khenpajong who is still going around the world leaving carbon footprints and contributing to the destruction of the world. Soon after I was born, every single human being left Khenpajong. The Valley of Artemisia was totally, utterly abandoned.\n\n[caption id=\"attachment_144\" align=\"aligncenter\" width=\"640\"]<img class=\"wp-image-144 size-full\" src=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/face.jpg\" alt=\"face\" width=\"640\" height=\"478\"> <em>Painting by Nicholas Roerich<\/em>[\/caption]\n\n&nbsp;\n\n<a href=\"#_ftnref\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Jamphel Yeshe Gyaltsen <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tibetan_alphabet\">Tibetan<\/a>:&nbsp;\u0f50\u0f74\u0f56\u0f0b\u0f56\u0f66\u0f9f\u0f53\u0f0b\u0f60\u0f47\u0f58\u0f0b\u0f51\u0f54\u0f63\u0f0b\u0f61\u0f7a\u0f0b\u0f64\u0f7a\u0f66\u0f0b\u0f62\u0f92\u0fb1\u0f63\u0f0b\u0f58\u0f5a\u0f53\u0f0b,&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Dagpo&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Dagpo<\/a>, 1910 -&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lhasa\">Lhasa<\/a>, 1947) was a&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tibet\">Tibetan<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tulku\">tulku<\/a>&nbsp;and the fifth&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Reting_Rinpoche\">Reting Rinpoche<\/a>.","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"project_category":[88],"project_tag":[],"class_list":["post-3499","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-episodes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project\/3499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project\/3499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=3499"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=3499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}