{"id":3513,"date":"2016-10-13T23:00:57","date_gmt":"2016-10-13T23:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/mugwortborn.com\/project\/on-memory-and-elegance\/"},"modified":"2025-11-11T18:29:02","modified_gmt":"2025-11-11T18:29:02","slug":"on-memory-and-elegance","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/project\/on-memory-and-elegance\/","title":{"rendered":"Episode 6: Von Erinnerung und Eleganz"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_post_title _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_title][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Erinnerungen sind nichts f\u00fcr erleuchtete Wesen. Erleuchtete Wesen erinnern sich nicht, weil es f\u00fcr sie keine Vergangenheit gibt. Vergangenheit \u2013 und damit auch Gegenwart und Zukunft \u2013 sind etwas f\u00fcr Wesen wie uns, die die Vergangenheit als Bezugspunkt verwenden und dann die Zukunft erwarten und voraussetzen.<\/p>\n<p>Ich habe viele Erinnerungen. Ich bin aber auch sicher, dass ich viele Erinnerungen <em>nicht<\/em> mehr habe. Einige sind f\u00fcr immer verschwunden, andere warten in der Versenkung, um einfach vom Geruch von frischem Koriander hervorgerufen zu werden. Das ist sehr bedauerlich, weil es beweist, dass ich kein erhabenes Wesen bin. Doch zumindest jetzt ist die Erinnerung ein wichtiger Teil meines Weges.<\/p>\n<div id=\"attachment_157\" style=\"width: 1361px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-157\" class=\"wp-image-157 size-full\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771.jpg\" alt=\"Kurjey Lhakang. Photo by Tara Digesu.\" width=\"1351\" height=\"1351\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771.jpg 1351w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771-150x150.jpg 150w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771-300x300.jpg 300w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771-768x768.jpg 768w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771-1080x1080.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 1351px) 100vw, 1351px\" \/><p id=\"caption-attachment-157\" class=\"wp-caption-text\">Kurjey Lhakang. Foto von Tara di Gesu.<\/p><\/div>\n<p>Nach fast drei Jahrzehnten betrat ich im August 2016 zum ersten Mal wieder die Kurjey Lhakang in Bumthang. Ihre Majest\u00e4t Ashi Kesang Choeden Wangchuck, die heutige K\u00f6nigin-Gro\u00dfmutter, erbaute die Kurjey Lhakang 1990 an einem heiligen Ort in Zentral-Bhutan, der einst das Zentrum des Adels war. Bis in die 1950iger Jahre war es der Sitz der Wangchuk-Linie. Ihr Tempel ist ein weiteres Juwel in der wundersch\u00f6nen Krone von Bumthang.<\/p>\n<p>Die Haupthalle des Tempels ist gro\u00df genug f\u00fcr \u00f6ffentliche Versammlungen, hat aber an einer Seite einen langen schmalen Gang unter freiem Himmel, wie eine Art Veranda, was typisch ist f\u00fcr bhutanische Tempel. Hier h\u00e4ngen in der Regel viele Glocken, die hin und wieder gel\u00e4utet werden. Es ist nicht wirklich ein geeigneter Ort f\u00fcr ein Bett. Als ich jedoch diesen Tempel mit seiner speziellen Stimmung und eigent\u00fcmlichen Geruch betrat, stiegen unmittelbar Erinnerungen in mir auf an Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche, wie er sich auf seinem Bett auf dieser Veranda ausruhte. Er lie\u00df sich oft wochenlang, manchmal monatelang dort nieder, w\u00e4hrend einige andere seiner Begleiter und ich in der Haupthalle schliefen und am Tag unsere Schlafmatten zusammenrollten. Aus der Perspektive eines verw\u00f6hnten Menschen war das eine unm\u00f6gliche Situation, als lie\u00dfe man sich in einem Nebenraum eines Banquetsaals dauerhaft nieder. Es gab keine T\u00fcr zur Veranda, die man h\u00e4tte schlie\u00dfen k\u00f6nnen, kein Badezimmer oder gar ein Ensuite Bad. Es gab weder ein Regal noch einen Beistelltisch, keinerlei Annehmlichkeiten. Doch er a\u00df dort und schlief dort, seine Kleider ordentlich gefaltet, er schrieb dort und empfing Besuch. Es gab nur einen d\u00fcnnen Vorhang, der ohnehin fast immer offen war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-163 size-large\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03-769x1024.jpg\" alt=\"dkr_03\" width=\"769\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03-769x1024.jpg 769w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03-225x300.jpg 225w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03-768x1023.jpg 768w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03.jpg 1020w\" sizes=\"(max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/p>\n<p>Es war sch\u00f6n, wieder in Kurjey zu sein. Ich hatte einige Monate zuvor einen pers\u00f6nlich verfassten Brief von Ihrer Majest\u00e4t erhalten, in einem eleganten Umschlag mit Wachssiegel, in dem sie mir liebensw\u00fcrdigerweise erlaubte, dort ein <em>Drupchen<\/em> abzuhalten. Obwohl sie immer sehr besch\u00e4ftigt ist, schreibt Ihre Majest\u00e4t alle Einladungen per Hand. Ich habe in meiner eigenen Korrespondenz versucht diese Eleganz nachzuahmen und musste bald feststellen, dass es sehr zeitaufwendig ist und viel Geduld braucht, weshalb ich nat\u00fcrlich aufgab. Mit dem Empfang dieses Briefes kam eine weitere Erinnerung hoch:<\/p>\n<div id=\"attachment_169\" style=\"width: 1285px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-169\" class=\"size-full wp-image-169\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped.jpeg\" alt=\"Dechencholing Palace\" width=\"1275\" height=\"847\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped.jpeg 1275w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped-300x199.jpeg 300w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped-768x510.jpeg 768w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped-1024x680.jpeg 1024w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped-1080x717.jpeg 1080w\" sizes=\"(max-width: 1275px) 100vw, 1275px\" \/><p id=\"caption-attachment-169\" class=\"wp-caption-text\">Der Palast von Dechencholing<\/p><\/div>\n<p>Das erste Mal traf ich Ihre Majest\u00e4t im Dechencholing-Palast in Thimphu, wo sie viele Jahre w\u00e4hrend der Regentschaft des dritten und vierten K\u00f6nigs (1953-2009) lebte. Die Begegnung war beeindruckend, weil ich erlebte, wie guter Geschmack aussehen kann. Dechencholing ist der sch\u00f6nste und eleganteste Wohnsitz in Bhutan. Viele wohlhabende Familien haben neuere, teurere Residenzen gebaut, aber diese sind oft protzig, \u00fcberladen mit Schnitzereien und Wandmalereien und bis an die Decke vollgestopft mit Nippes aus Bangkok. Ich muss sagen, dass ich zutiefst bef\u00fcrchte, dass der bhutanische Geschmack niemals \u00fcber Tand aus Bangkok hinauskommen wird. Es l\u00e4sst mich jedes Mal erschauern.<\/p>\n<p>Doch kaum betritt man den Palast-Garten von Dechencholing, ber\u00fchrt einen die Schlichtheit, wird der einzigartige bhutanische Charakter sp\u00fcrbar. Die Anspielung an einen englischen Garten mag ein Wink sein, dass die Bewohner dieses Ortes auch schon an anderen Orten, wie etwa dem Regent\u2019s Park in London, lustwandelten. Bhutan hat keinerlei Tradition in der Anlegung von botanischen G\u00e4rten und \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnanlagen, weshalb sich Ihre Majest\u00e4t anderswo inspirieren lassen musste, um ihren eigenen bhutanischen Stil zu kreieren. Ihr Garten hatte zus\u00e4tzlich etwas Wildes. Ich erinnere mich deutlich an zwei B\u00e4renjunge, die dort herumtollten.<\/p>\n<div id=\"attachment_165\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165\" class=\"size-full wp-image-165\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/regents-park.jpg\" alt=\"Regents Park\" width=\"1000\" height=\"659\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/regents-park.jpg 1000w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/regents-park-300x198.jpg 300w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/regents-park-768x506.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-165\" class=\"wp-caption-text\">Regent&#8217;s Park<\/p><\/div>\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, immer wieder von Ihrer Majest\u00e4t eingeladen zu werden und es erf\u00fcllte mich jedes Mal mit gro\u00dfer Freude \u2013 ob allein oder in einer gro\u00dfen Gruppe, zum Dinner, Mittagessen oder Nachmittagstee \u2013, weil sich alles in einer Art Ritual vollzog. Am Eingang begr\u00fc\u00dfte die G\u00e4ste ein lebensgro\u00dfes Portrait von Rigdzin Jats\u00f6n Nyingpo, einer der wichtigsten Schatzentdecker der Nyingma-Tradition. Viele Jahre sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sie das Portr\u00e4t auf Anregung von Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche in Auftrag gegeben hatte. Bevor ich Ihre Majest\u00e4t \u00fcberhaupt erblickte, herrschte bereits eine derartige majest\u00e4tische Atmosph\u00e4re allein durch die Weise, wie sich die Menschen in Erwartung ihres Erscheinens verhielten. Zun\u00e4chst kam mir (und allen, die mich begleiteten) ihr pers\u00f6nlicher Fl\u00fcgeladjutant in voller milit\u00e4rischer Montur am Tor entgegen. Obwohl ich ein junger Tulku war, nahm er sein Barett ab und statt seines \u00fcblichen Saluts neigte er seinen Kopf f\u00fcr einen Segen. Daraufhin f\u00fchrte er uns zur Palastt\u00fcr, wo Ihre Majest\u00e4t wartete.<\/p>\n<p>Bei jeder Gelegenheit begr\u00fc\u00dfte Ihre Majest\u00e4t die G\u00e4ste in Dechencholing pers\u00f6nlich und sprach mit jedem sehr einf\u00fchlsam. Sie ist mir als sehr sch\u00f6n in Erinnerung. Sie trug wenig Make-up und ihre Bluse und Schal waren stets elegant und schlicht. Ihr Diener reichte ihr einen <em>Katag<\/em> (zeremonieller Schal) und wir tauschten die Schals aus, wobei es ihr immer gelang, den ihren bescheiden unter meinem zu platzieren. Sie wurde in meinen Augen durch die Bescheidenheit umso majest\u00e4tischer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-154 alignright\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/a634ec78c2bec358f178022059d7b717.jpg\" alt=\"The socks\" width=\"236\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/a634ec78c2bec358f178022059d7b717.jpg 236w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/a634ec78c2bec358f178022059d7b717-201x300.jpg 201w\" sizes=\"(max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/p>\n<p>Sodann begaben wir uns ins Innere, wo die Diener allesamt barfu\u00df waren. Ich finde, dass nackte F\u00fc\u00dfe das perfekte Accessoire sind zum traditionellen bhutanischen <em>Gho<\/em>, den die M\u00e4nner tragen. Einen handgemachten <em>Gho<\/em> mit Burlington Socken und Nike Turnschuhen zu kombinieren, ist einfach nichts f\u00fcr mich. Die Diener waren bestens geschult, sie bewegten sich ger\u00e4uschlos durch die G\u00e4nge, w\u00e4hrend ich aufpassen musste, nicht auszurutschen, weil die B\u00f6den so hochpoliert waren.<\/p>\n<p>Wir wurden weiter nach oben geleitet in ein pr\u00e4chtiges Wohnzimmer. Die W\u00e4nde waren wundersch\u00f6n mit traditionellen bhutanischen Pflanzenfarben bemalt, sehr dezent und nicht grell und pomp\u00f6s. Es gab weder italienische Sofas noch chinesische Beistelltische. Die Diwane und schlichten Tische, die sich im Raum gruppierten, waren allesamt traditionell bhutanisch. Die orangefarbenen W\u00e4nde schm\u00fcckten umwerfende, vollendet gerahmte schwarz-wei\u00df Fotografien der k\u00f6niglichen Familie. Und in einer Ecke stand ein Buddha Shakyamuni Altar mit sorgf\u00e4ltig arrangierten Opfergaben, nicht einfach auf einem Haufen, sondern jede einzelne erlesen und genau platziert. Hier hielt Kyabje Dilgo Khyentse pujas ab. Manchmal war er sogar zugegen, wenn wir bei ihr zu Gast waren.<\/p>\n<p>Ihre Majest\u00e4t bestand darauf, dass ich auf einem bestimmten Divan mit Brokatbezug sa\u00df, und dann setzten sich alle anderen. Der erste Gang bestand aus traditionellem bhutanischem Tee mit Safranreis, die beide in Ebenholzschalen mit silbernen L\u00f6ffeln serviert wurden. Unsere Schalen blieben niemals leer. Dann gab es bhutanische Corn Flakes, frittierter Puffreis, und andere kleine Snacks auf <em>bangchungs <\/em>(bhutanische Bambusschalen), vollendet in der Palastk\u00fcche hergestellt, nichts, was man auf dem Markt kaufen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das Mittagessen wurde entweder gleich in dem Wohnzimmer oder im Speisesaal serviert. Die Bediensteten kamen mit Tabletts mit Besteck, Geschirr, Gl\u00e4sern und Servietten herein. Die Farben und Muster passten alle zusammen, und nat\u00fcrlich waren die Servietten geb\u00fcgelt. Ihre Majest\u00e4t ging durch den Raum, gesellte sich zu jedem Gast und erz\u00e4hlte interessante Geschichten. Sie sprach so leise, dass wir genau hinh\u00f6ren mussten. Und sie bestand immer darauf, dass ich viel esse. \u201eWenn du isst, bleibe ich gesund\u201c, sagte sie, und so a\u00df ich immer, bis ich pappsatt war.<\/p>\n<p>Nach dem Essen gab es Kaffee oder Tee im Salon. Manchmal kam ich nur zum Tee in den Palast. Der englische Tee wurde sorgf\u00e4ltig zubereitet, von der Auswahl des Tees \u00fcber das Service bis hin zum Milchk\u00e4nnchen und sogar dem St\u00f6vchen. Sie achtete immer darauf, dass die Bediensteten (<em>Chhankaps<\/em>) zuerst den Tee und dann die Milch einschenkten. Ich glaube, sie muss George Orwells\u00a0<u>Abhandlung \u00fcber die Zubereitung einer guten Tasse Tee<\/u>\u00a0gelesen haben. Manchmal servierte sie frischen Minztee in kleinen, farbigen Gl\u00e4sern. Alles, was sie tat, war von Eleganz gepr\u00e4gt \u2013 sei es bhutanische Eleganz, britische Eleganz oder eine andere Art von Eleganz. Eine solche bescheidene, zur\u00fcckhaltende, raffinierte Eleganz ist in der heutigen Welt kaum noch zu finden.<\/p>\n<p>Mir ist aufgefallen, dass es immer mehr chinesische und tibetische Neureiche gibt. Als ich vor einigen Jahren in Tibet war, traf ich einen Khampa, der ein Viertel seiner Z\u00e4hne vergoldet hatte. Er erz\u00e4hlte mir, dass er dar\u00fcber nachdachte, auch den Rest vergolden zu lassen, denn wenn man seinen Reichtum nicht zeige, w\u00fcrden die Leute auf einen herabblicken. Und als ich k\u00fcrzlich nach Lhasa reiste, buchten die Organisatoren mir ein Zimmer im\u00a0Intercontinental Hotel. Das Hotel war gigantisch. Die Toilette war fast so gro\u00df wie mein Haus in Bir. Die Chinesen scheinen vergessen zu haben, dass klein auch sch\u00f6n sein kann. Die Designs der Kaminsimse und Kronleuchter waren so \u00fcberladen, dass sie schon fast kitschig wirkten. Aber ein Einheimischer erz\u00e4hlte mir, dass dies der beliebteste Ort f\u00fcr Tibeter, insbesondere f\u00fcr Ost-Tibeter, sei, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Die Menschen haben wohl unterschiedliche Arten, mit ihren Unsicherheiten umzugehen und ihr Selbstbewusstsein zu zeigen.<\/p>\n<div id=\"attachment_162\" style=\"width: 292px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-162\" class=\"size-full wp-image-162\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/tumblr_o63um1CxZa1uf7lu6o1_400.jpg\" alt=\"Her Majesty Ashi Kesang Choeden Wangchuck\" width=\"282\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/tumblr_o63um1CxZa1uf7lu6o1_400.jpg 282w, https:\/\/mugwortborn.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/tumblr_o63um1CxZa1uf7lu6o1_400-196x300.jpg 196w\" sizes=\"(max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><p id=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-caption-text\">Ihre Majest\u00e4t Ashi Kesang Choeden Wangchuck<\/p><\/div>\n<p>Ihre Majest\u00e4t legt Wert darauf, in allen Dingen elegant zu sein. Ihr Selbstbewusstsein ist zur\u00fcckhaltend. Manchmal schickte sie ihr Auto, um mich abzuholen. Da ich sehr neugierig bin, dr\u00fcckte ich einmal auf die Play-Taste ihres Autoradios, um zu erfahren, welche Musik sie h\u00f6rte. Es war ein Dvo\u0159\u00e1k-Cellokonzert. Und sie geh\u00f6rte damals zu den wenigen Menschen, die einen guten Geschmack in Sachen Film hatten. Sie besa\u00df eine Sammlung von Filmen von Regisseuren wie Kurosawa.<\/p>\n<p>Ich habe in der Gegenwart der K\u00f6niginmutter sehr viel gelernt, besonders durch ihren Respekt und ihre Hingabe f\u00fcr Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche. Er lebte viele Jahre im Dechencholing-Palast. Selbst nach seinem Tod machte sie viele Niederwerfungen vor seinem Thron und betete zu Guru Rinpoche. Manchmal h\u00f6rte ich ihr heimlich zu und stellte fest, dass sie meistens mit ihm sprach, als w\u00fcrde sie tats\u00e4chlich mit Guru Rinpoche oder einer Gottheit sprechen. Ich habe inzwischen gelernt, dies selbst zu tun, und meine Sch\u00fcler auch dazu angeregt, denn bei all den komponierten Bittgebeten ist das echte Zwiegespr\u00e4ch so sch\u00f6n. Es ist viel pers\u00f6nlicher und manchmal besser als das Lesen einer poetischen Sadhana. Wenn man etwas auswendig rezitiert, plappert man irgendwann nur noch vor sich hin, man denkt nicht \u00fcber die Worte nach.<\/p>\n<p>Ich und viele meiner Kollegen zollen Ihrer Majest\u00e4t weiterhin unseren ganzen Respekt, nicht nur weil sie eine K\u00f6nigin war, sondern wegen dem, was sie f\u00fcr den Dharma und f\u00fcr Bhutan getan hat und f\u00fcr das, was sie repr\u00e4sentiert. Als ich die Ehre hatte, Ihre Majest\u00e4t nach dem Drupchen im August wiederzusehen, weckte ihre Anwesenheit erneut all die kostbaren Erinnerungen an die Tage, als wir von Dilgo Khyentse Rinpoche so umsorgt und besch\u00fctzt wurden. Ich finde, Erinnerungen k\u00f6nnen doch n\u00fctzlich sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_divider _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_divider][et_pb_post_nav _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_nav][et_pb_comments _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_comments][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerungen sind nichts f\u00fcr erleuchtete Wesen. Erleuchtete Wesen erinnern sich nicht, weil es f\u00fcr sie keine Vergangenheit gibt. Vergangenheit \u2013 und damit auch Gegenwart und Zukunft \u2013 sind etwas f\u00fcr Wesen wie uns, die die Vergangenheit als Bezugspunkt verwenden und dann die Zukunft erwarten und voraussetzen. Ich habe viele Erinnerungen. 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But for now, memory serves as a big part of my path.\n\n[caption id=\"attachment_157\" align=\"aligncenter\" width=\"1351\"]<img class=\"wp-image-157 size-full\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/IMG_5771.jpg\" alt=\"Kurjey Lhakang. Photo by Tara Digesu.\" width=\"1351\" height=\"1351\"> Kurjey Lhakang. Photo by Tara Digesu.[\/caption]\n\nIn August 2016, I stepped into <a href=\"http:\/\/www.bhutanculturalatlas.org\/606\/culture\/sites-structures\/monasteries-temples\/kurje-lhakhang\/\">Kurjey Lhakhang<\/a> in Bumthang, where I hadn't been for almost three decades. Her Majesty Ashi Kesang Choeden Wangchuck, now the Queen Grandmother, built Khaje Lhakhang in 1990 at this holy site in central Bhutan, which was once a hub for Bhutanese aristocracy. It was the seat of the Wangchuck lineage until the 1950s. Her temple is an added jewel in this beautiful crown of Bumthang.\n\nThe main temple hall is large enough for big public gatherings but it has a long narrow open-air hallway along the side, almost like a verandah, which is typical of Bhutanese temples. A lot of bells are typically hung in this area, which people occasionally ring. It's not really an appropriate place for a bed. But when I walked into the temple with its very particular mood and smell, memories immediately arose of Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche resting on his bed on that verandah. He would park there for weeks, even months, while I and a few other attendants slept in the main hall, rolling up our beds during the day. From a spoiled human perspective it was not livable, it was like parking your body in a room adjoining a banquet hall. There was no verandah door to close, no bathroom, let alone an attached bath. There was no cupboard or side table, no amenities. But he would eat there and sleep there, his clothes folded neatly, he would write there, he would hold audience there. All he had was a thin curtain, which was almost always open anyway.\n\n<img class=\"aligncenter wp-image-163 size-large\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DKR_03-769x1024.jpg\" alt=\"dkr_03\" width=\"769\" height=\"1024\">It was good to be back in Kurjey. A few months before I had received a personally handwritten letter from Her Majesty, in an elegant envelope sealed with wax, graciously giving me permission to conduct a drupchen there. Even though she is so busy, Her Majesty always writes her invitations by hand. This elegance I have tried to mimic in my own communications, but then I realized that it takes a lot of time and patience, so of course I gave up. Receiving this letter, another memory was fished out:\n\n[caption id=\"attachment_169\" align=\"aligncenter\" width=\"1275\"]<img class=\"size-full wp-image-169\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/DSC_8334_5_6_tonemapped.jpeg\" alt=\"Dechencholing Palace\" width=\"1275\" height=\"847\"> Dechencholing Palace[\/caption]\n\nThe first time I met Her Majesty was at Dechencholing Palace in Thimphu, where she lived many years ago, right through the reigns of the third and fourth kings, 1953-2009. It made such an impression on me because this is where I discovered what good taste could look like. Dechencholing is the most beautiful and elegant dwelling in Bhutan. Many well-to-do elites have built newer, more expensive residences but they are often gaudy, overly ornamented with carvings and murals, and stuffed to the ceilings with Bangkok bling. I have to say I am deadly worried that Bhutanese taste will never go beyond Bangkok. It really makes me cringe\n\nBut the moment you enter the garden at Dechencholing Palace, you are struck by the simplicity, you can feel the unique Bhutanese character. You may also see the suggestion of an English garden, hinting that whoever is dwelling there has spent some time wandering in distant places, perhaps London's Regent's Park. Bhutan has no history of cultivating botanical gardens and public greens, so Her Majesty had to find an influence elsewhere to create her own Bhutanese style. Her garden had a wild element to it. I clearly remember once two bear cubs running around.\n\n[caption id=\"attachment_165\" align=\"aligncenter\" width=\"1000\"]<img class=\"size-full wp-image-165\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/regents-park.jpg\" alt=\"Regents Park\" width=\"1000\" height=\"659\"> Regents Park[\/caption]\n\nI was lucky to be invited back by Her Majesty many times and it always gave me joy\u2014whether it was just me or a large group, for dinner, lunch, or afternoon tea\u2014because everything was always done as a kind of ritual. At the entrance, guests were greeted by a life-size painting of Rigdzin Jats\u00f6n Nyingpo, one of the most important treasure revealers of the Nyingma tradition. Much later I learned that she had commissioned this portrait at the suggestion of Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche. Before I even laid eyes on the queen, there was such a majestic air, a way people acted in anticipation of her presence. First, her personal aide-de-camp, dressed in his full military uniform, would meet me and whoever I was with at the gate. Even though I was just a young tulku, he would take off his beret and bow for a blessing instead of doing the usual salute. Then he would lead us to the palace door where Her Majesty waited.\n\nWhatever the occasion at Dechencholing, Her Majesty greeted guests personally and spoke to each one so thoughtfully. I remember her as very beautiful. She didn't wear much makeup, and her scarf and blouse were always so elegant and simple. Her aide would hand her a <em>katag<\/em> (ceremonial scarf) and we would exchange scarves, but she would always manage to humbly put hers below mine. This humility made her even more majestic in my eyes.\n\nThen we would go inside where the attendants were all<img class=\"size-full wp-image-154 alignright\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/a634ec78c2bec358f178022059d7b717.jpg\" alt=\"The socks\" width=\"236\" height=\"353\"> barefoot. I think&nbsp;bare feet are the perfect accessory for the traditional Bhutanese <em>gho<\/em> that men wear. A handmade Bhutanese gho paired with argyle&nbsp;socks and Nike sneakers and just doesn't do it for me. These attendants were so well trained, they moved quickly down the hallways without making a sound, whereas I had to be careful not to slip because the floors were so highly polished.\n\nFrom there we were led upstairs to a magnificent living room. The walls were beautifully painted with traditional Bhutanese vegetable dyes and were so understated, not bright or gaudy. There were no Italian sofas or Chinese side tables. The divans and simple tables clustered around the room were all traditional Bhutanese. The orange-ish walls were adorned with many amazing black and white photos of the royal family, perfectly framed. And in one corner was a Buddha Shakyamuni shrine with offerings meticulously arranged, not all lumped together, each object carefully chosen and placed. This is where Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche did pujas. Sometimes he would even be there when she was hosting us.\n\nHer Majesty always insisted that I sit on a particular divan with a brocade cover, and then everyone would take their seats. The first course was traditional Bhutanese tea with saffron rice, both served in ivory cups with the silver spoons. Our cups were never left empty. Then came bangchung filled with Bhutanese corn flakes, fried puffed rice, and other little snacks made to perfection in the palace, not anything you can buy in the market.\n\nLunch was served either right there or in the dining room. The attendants came in with trays of cutlery, dinnerware, glasses, and napkins. The colors and patterns all matched, and of course the napkins were ironed. Her Majesty would go around the room visiting with each guest and telling interesting stories. She spoke so softly, we had to listen carefully. And she always insisted that I eat so much. \"If you eat I'll be healthy,\" she would say, so I would always get completely stuffed.\n\nThe meal was followed by coffee or tea in the parlor. Sometimes I went to the palace just for tea. English tea was arranged meticulously, from the selection of the tea to the tea set to the milk container, even the tea cozy. She always kept an eye on the attendants (<em>chhankaps<\/em>) to make sure they poured the tea first before the milk. I think she must have read George Orwell's <a href=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F91875746\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">treatise on making a proper cup of tea<\/a>. Sometimes she served fresh mint tea in short colored glasses. Everything she did was with elegance\u2014whether it was Bhutanese elegance, British elegance, or another kind of elegance. Such unassuming, understated, refined elegance is so difficult to come by in today's world.\n\nI have noticed an emergence of Chinese and Tibetan nouveau riche. When I was in Tibet a few years ago, I met a Khampa who had gold-plated one quarter of his mouth. He told me he was thinking of getting the rest of his mouth done as well because if you don\u2019t display your wealth, people will look down on you. And recently when I went to Lhasa, the organizers booked me in the <a href=\"https:\/\/www.intercontinental.com\/hotels\/us\/en\/lhasa\/lxaha\/hoteldetail\">Intercontinental Hotel<\/a>. The scale of the hotel was humongous. The toilet was almost as big as my house in Bir. The Chinese seem to have forgotten that small can be beautiful. The designs on the mantels and chandeliers were so overdone that they were dangerously close to gaudy. But a local told me that it was the most popular place for Tibetans, especially eastern Tibetans, to show off their wealth. So people have different styles of dealing with their insecurities and displaying their confidence.\n\n[caption id=\"attachment_162\" align=\"alignleft\" width=\"282\"]<img class=\"size-full wp-image-162\" src=\"https:\/\/mugwortborn.wpengine.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/tumblr_o63um1CxZa1uf7lu6o1_400.jpg\" alt=\"Her Majesty Ashi Kesang Choeden Wangchuck\" width=\"282\" height=\"432\"> Her Majesty Ashi Kesang Choeden Wangchuck[\/caption]\n\nHer Majesty's style is to be elegant in all things. Her confidence is understated. Sometimes she would send her car to pick me up. Being very nosey, I once pressed play on her car stereo to see what music she was listening to. It was a <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=llB7NaWLUc4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dvorak cello concerto<\/a>. And she was one of those rare people back then who had good taste in film. She had a collection of films by directors like&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2dNfidUdUMA\">Kurosawa<\/a>.\n\nI learned so much from being in the presence of the Queen Mother, in particular from her respect and one-pointed devotion to Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche. He lived at Dechencholing Palace for many years. Even after he passed away, she did many prostrations to his throne and prayed to Guru Rinpoche. I would sometimes eavesdrop on her, and more often than not, I found her speaking to him as if she were actually talking to Guru Rinpoche or the deity. I have now learned to do this myself and have encouraged my students to do this because, after all the composed supplications, actual talking is so nice. It\u2019s much more personal, and at times, better than reading some poetic sadhana. If you recite something from memory, eventually you just blabber, you don\u2019t think about the words.\n\nI and many of my peers continue to give Her Majesty all of our respect, not just because she was a queen but because what she did for the Dharma and for Bhutan and for what she represents. When I had the honor of meeting Her Majesty again after the drupchen in August, her presence once again evoked all the precious memories of the days when we were so cared for and protected by Dilgo Khyentse Rinpoche. I guess memories can be useful after all.","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"project_category":[88],"project_tag":[],"class_list":["post-3513","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-episodes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project\/3513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project\/3513\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=3513"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mugwortborn.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=3513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}